Wir nennen diese Seite, eine Seite für Angehörige - Menschen, welche als Mitbetroffene verzweifelt und ohne Ausweg an den süchtigen Abhängigkeitsbeschwerden ihrer Partner oder anderen nahestehenden Personen schlimmer leiden, als der Abhängige selbst. Diese nennt man
"Co-Abhängigkeit"
Niemand kann einen anderen unmittelbar süchtig machen, es sei denn mit Gewalt und unter Einsatz harter Drogen über eine lange Zeit. Ein Co-Alkoholiker macht folglich niemanden zum Alkoholiker. Ein Co-Alkoholiker ist auch niemand, der mit dem Suchtkranken trinkt, also kein Trinkkumpan. Aber was dann? - ER/SIE ist ein Compagnon, ein unwissentlich Verbündeter des Abhängigen und ein doppelter Teilhaber an der Krankheit: Er bekommt "seinen Teil" ab und trägt ungewollt seinen Teil dazu bei, dass die Abhängigkeit sich verfestigt. Zu Co-Abhängigen können Arbeutskollegen oder Vorgestzte, Vater und Mutter, Ehefrau und -mann, Ärzte und Therapeuten, Freunde und Geschwister und sogar die eigenen Kinder werden.
Testen Sie sich selbst! Werten Sie offen und ehrlich - und sollten sich Fragen ergeben, so ist Hilfe auch in Ihrer Nähe!
Der Partner versucht den Abhängigen mit allen Mitteln "zu helfen", um ihn von seiner Sucht zu befreien. Leider sind die eingeleiteten Maßnahmen - da sie nur gefühlsbedingt bezogen sind - für den Betroffenen nur Unterstützung zur Weiterführung seiner Sucht. Der Co-Abhängige bleibt dabei unweigerlich mit auf der Strecke und erleidet dabei grundlegende seelische Schäden.Klicken Sie rechts auf das Bild und Sie werden auf eine Seite weitergeführt, auf welcher Sie mit einfacher Fragestellung testen können, wie weit oder ob Sie Kriterien eines Co-Abhängigen eingenommen haben.
Die Freunde können sich abwenden, der Chef kann kündigen, Kollegen können ihn meiden. Aber die Familie des Alkoholkranken bleibt der Situation ausgesetzt, es sei denn sie ist zu einer grundlegenden Veränderung bereit und trennt sich von dem Menschen, den sie liebt oder einmal geliebt hat. Alkoholismus hat immer wieder den gleichen Tatort: die Familie. Tag für Tag laufen hier Szenen ab, die allen Familienmitgliedern feste Rollen aufzwingen. Da sich eine Abhängigkeit schleichend entwickelt, bemerken auch Angehörige lange nicht, dass all ihre Bemühungen zu helfen das Suchtverhalten des Betroffenen eigentlich nur unterstützen und verlängern. In Fachkreisen hat man hier den Begriff der Co-Abhängigkeit geprägt. Gemeint sind all jene typischen Verhaltensweisen von Bezugspersonen des Alkoholkranken, die damit die süchtige Fehlhaltung unterstützen und eine rechtzeitige Behandlung verhindern. Menschen, die mit Suchtkranken zusammenleben, werden durch das Verhalten des Süchtigen, sowie dessen Konsequenzen mitbetroffen, beeinträchtigt und gekränkt, ohne zu wissen, was sie anders machen könnten. Angehörige versuchen meistens allein ihre Lebenssituation zu bewältigen und soviel Kontrolle wie möglich über diese chaotische Situation zu gewinnen. Das bedeutet gleichzeitig, dass dem Abhängigen Verantwortung abgenommen wird. Hier weitere Infos ...
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